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AUSSTELLUNGEN 2001, 2009 und 2016
in der Alten Pfarrkirche Pankow

35 JAHRE FRIEDENSKREIS PANKOW
Austellung Friedenskreis Pankow
Ausstellung »Ich wurde mutiger«
Oktober bis Dezember 2016
in der Alten Pfarrkirche

20 JAHRE FRIEDENSKREIS PANKOW
Broschüre zur Ausstellung  Ich wurde mutiger

Der Pankower Friedenskreis – politische Selbstbehauptung und öffentlicher Widerspruch
Ausstellungs- und Kataloggestaltung: Martin Hoffmann


Geleitwort zur Ausstellung von Heino Falcke
Die Ausstellung, die dieser Katalog dokumentiert, will die Geschichte eines Friedenskreises aus dem breiten Spektrum der gesellschaftskritischen Gruppen in den Kirchen der DDR darstellen. Zu diesem breiten Spektrum darf ich mich zählen, den Pankower Friedenskreis kenne ich jedoch – obwohl mit einigen seiner Mitglieder lange befreundet und ihrer Sache eng verbunden – nur von außen. So folge ich der Bitte, diese Einleitung zu schreiben, gern, indem ich das hervorhebe, was ich am Pankower Friedenskreis für exemplarisch ansehe.

Er gewann schlicht schon dadurch besondere Bedeutung, dass er in Berlin wirkte. Erinnern wir uns: Als die jetzige Berliner Republik noch die Bonner hieß, gab es schon eine Berliner Republik, die DDR. Sie konnte als Berliner Republik gelten, weil in ihr der »demokratische Zentralismus« Staatsdoktrin war, so dass alle einigermaßen relevanten Entscheidungen von Berlin aus »republikweit durchgestellt« wurden.

Paradoxerweise bekamen die Berliner Gruppen durch diesen Zentralismus, den sie gerade bekämpften, besondere Bedeutung. Sie agierten im Zentrum der Macht, in oppositioneller und also brisanter Staatsnähe sozusagen. Überdies agierten sie in der Reichweite der Mikrophone und Kameras der Westmedien, deren Korrespondenten sich in Westberlin drängelten. Was in Pankow, in der Zionskirche oder Gethsemanegemeinde geschah, wurde daher sehr schnell jenseits und diesseits der Mauer (in dieser Reihenfolge!) publik und den Mächtigen ärgerlich.
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Einleitung Marianne Subklew
Zur Ausstellung
Mit dem Seminar »Praxis des aufrechten Ganges« im November 2001 feierte der Pankower Friedenkreis sein 20-jähriges Bestehen. In Anwesenheit des Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse wurde die von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanzierte Ausstellung »Ich wurde mutiger« eröffnet. Die Wanderausstellung ist ein Ergebnis der anderthalbjährigen Recherche von Marianne Subklew. Martin Hoffmann hat sie gestaltet und mit Andrea Klein und Robert Wendel realisiert. Während der Forschungen über den Friedenkreis wurden staatliche, kirchliche und private Archive ausgewertet. Außerdem wurden Teilnehmer des Friedenskreises, Gemeindekirchenratsmitglieder, Mitglieder anderer Berliner Gruppen, Journalisten und kirchenleitende Personen interviewt. Die Auswahl der InterviewpartnerInnen erfolgte nach Methoden der »oral history«. Wir bitten diejenigen, die sich durch Nichtbefragung zurückgesetzt fühlen, um Verständnis.

Die erzählte Erinnerung der Beteiligten und Dokumente der Gruppe stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Von dem Ansatz her, dass die Geschichte derer, die sich damals für eine politische Selbstbehauptung einsetzten, heute nicht primär aus den Akten der DDR-Machthaber rekonstruiert und begriffen werden sollte. Außerdem wurde bei der Ausstellungsgestaltung Wert darauf gelegt, dass die Art und Weise, wie in der DDR-Zeit Gruppen gearbeitet haben, deutlich wird. Sie archivierten keine Dokumente und legten keine Mappen an. Vieles wurde schnell wieder vernichtet, damit es nicht die Falschen in die Hände bekamen. Dieser nicht auf Dauer angelegten Arbeitsweise sollte die Präsentation entsprechen. Dazu gehört u. a., dass Kopien von Dokumenten und Fotos direkt auf Sperrholz geklebt sind.
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